Eine
Arthrose des Schultergelenkes kann mit den entsprechenden
Begleiterkrankungen
an Muskeln,
Sehnen und Bändern sehr vielgestaltig sein.
Daher gibt es auch verschiedenste Möglichkeiten
des endoprothetischen Gelenkersatzes.
Möglich sind ein kompletter Gelenkersatz
für Oberarmkopf und Gelenkpfanne. Bei isolierten
Defekten des Oberarmkopfes kann auch die alleinige
Behandlung dieses Defektes ausreichen.
Diagnostik
Der Untersucher findet ein schmerzhaft
bewegungseingeschränktes
Gelenk – häufig verbunden mit Geräuschen.
Die Röntgenaufnahmen bestätigen in der
Regel den klinischen Befund.Bei totalem Sehnenverlust
ist die aktive Abspreizbewegung des Armes irreversibel
gestört.

Ersatz des Schultergelenkes bei nicht vorhandener Rotatorenmanschette durch
inverse Endoprothese
Behandlung
Für jedes Gelenkproblem kommt
ein spezieller endoprothetischer Ersatz zur Anwendung.
Isolierte Defekte des Oberarmkopfes werden mit einer sogenannten Kappe versorgt.
Frakturen des Oberarmkopfes, die aufgrund der großen Defekte nicht mehr
unfallchirurgisch versorgt werden können, werden mit einer Kopf-Schaft-Endoprothese
meist schmerzfrei.
Das Fehlen von Teilen der Rotatorenmanschette
(M. supraspinatus und M. infraspinatus) macht
eine inverse Endoprothese notwendig: Sie besteht
darin, dass durch den endoprothetischen Ersatz
Kopf und Pfanne des Gelenkes umgekehrt werden.
Das heißt: Der Oberarmkopf wird zur Gelenkpfanne
umgestaltet und die Gelenkpfanne zum Oberarmkopf.
Hierdurch werden die Hebelarme des Gelenkes so
verbessert, dass der Delta-Muskel auch ohne die
Hilfe der o. g. Muskeln eine Abspreizbewegung
ermöglicht.
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