Haben
Sie Schmerzen in der Schulter, im Ellenbogen
oder an der Ferse? Leiden Sie an Sehnenansatzentzündungen
oder tun Ihnen die Hüfte und die Knie
weh? Früher hielt man solche Schmerzen
für unabänderlich. Sie gehörten
dazu, wenn man älter wurde. Hauptsache,
man jammerte nicht und ertrug sie geduldig.
Doch falscher Heldenmut ist fehl am Platze.
Inzwischen kennt die moderne Medizin viele
Methoden, um Schmerzen zu lindern oder sogar
ganz zu beseitigen.
Mit lautem Knall gegen den
Schmerz
Aus der Luftfahrt kennen wir es
schon lange: Mit lautem Knall durchbricht z.
B. ein Überschallflugzeug die Schallmauer.
Dieser Knall wird durch eine Stoßwelle
erzeugt.
Auch in der Medizin sind Stoßwellen
bekannt: Bereits seit rund 25 Jahren werden sie
beispielsweise zur Zertrümmerung von Nieren-
oder Gallensteinen eingesetzt. Relativ neu, aber
wissenschaftlich fundiert, ist die Verwendung
von Stoßwellen in der Chirurgie.
Was sind Stoßwellen?
Stoßwellen sind Schallwellen,
die auf einen bestimmten Punkt zielgerichtet
werden. Dabei handelt es sich um besonders kurze
Schallimpulse von sehr hoher Energie. Durch eben
diese hohe Energie können Nieren- oder Gallensteine,
aber auch Gewebseinschlüsse wie Kalkablagerungen
zertrümmert werden, die Schmerzen in der
Schulter, am Ellbogen usw. verursachen.
Aktivierung der zellulären Abwehr
Zudem werden durch den „Schuss“ an
der betroffenen Stelle Nervenfasern stimuliert,
die
den Schmerz verringern, und körpereigene entzündungshemmende Stoffe
werden ausgeschüttet. Die Stoßwelle bewirkt eine Aktivierung und
Verbesserung der zellulären Abwehr.
Für welche Krankheitsbilder
ist die Therapie geeignet?
Wir setzen die Stoßwellen-Therapie
ein bei:
• Kalkeinschlüsse
in der Schulter
• Tennisarm
• Fersensporn
• Knochenbruchheilungsstörungen
• Sehnenansatzentzündung am Hüftkamm
• Belastungsschmerz an der Kniescheibe
• Belastungsschmerz an der Schienbeinkante
• Reizung der Achillessehne
• Entzündung der Ferse
• Schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze
• Akute und chronische Schmerzen (zum Beispiel an Rücken, Schulter
oder Nacken oder durch dauerhaft verkürzte Muskeln)
• Adduktorenreizungen (zum Beispiel „Fußballerleiste“)
• Muskelaufbau
Die Therapie kann auch zur Schmerztherapie
eingesetzt werden, indem Akupunkturpunkte damit
behandelt werden.
Wie läuft die Therapie
ab?
Sie liegen auf einer Liege. Das
Behandlungsgebiet kann vorher lokal betäubt
werden. Jetzt wird der Schallwellenkopf mit seinem
Fokus (wo die höchste Energiedichte der
Schallwellen vorliegt) an dem Ort der Störung
platziert. Dann werden insgesamt 2000 Schallstöße
mit einer Frequenz von12 bis 15 Stößen
pro Sekunde abgefeuert.
Bekommen
Sie keinen Schreck: Jeder Schuss
ist mit einem lauten Knall verbunden!
Wie lange dauert die Behandlung?
Die Behandlungszeit beträgt
5 bis 10 Minuten. Für die gesamte Therapiesitzung
müssen Sie ca. eine halbe Stunde Zeit einplanen.
Meist sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von einer
Woche notwendig.
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